LED Leuchtmittel

LED Leuchtmittel werden im Handel immer präsenter unter dem Namen „Retrofit". Damit sind neuartige Leuchtmittel gemeint, die sich in bestehende Leuchten und ihren bereits etablierte Sockeln integrieren bzw. austauschen lassen. Vorangetrieben durch das EU-weite Glühlampenverbot ergeben sich mit Ersatz von LED Leuchtmittel folgende Vorteile:

LED-Retrofit-Leuchtmittel

Lange Lebensdauer und
schnelle Amortisation

Bis zu 50.000 Std. entsprechen bei 24 Std. Dauerbetrieb ca. 6 Jahre oder bei durchschnittlichem Hausgebrauch von 4-5 Std. /Tag bis zu 30 Jahre Nutzdauer.

Enorme Energieeinsparung

75 % bis 90 % Energieeinsparung gegenüber Glüh-/Halogenlampen.

Sofortstart

Der Lampenstrom der LED Leuchtmittel ist sofort bei 100 % und benötigt keine Anlaufphase im Vergleich zu den Energiesparlampen.

Robust

Stoß- /vibrationsfest

Keine UV-Strahlung

Besonders geeignet für lichtempflindliche Objekte wie Gemälde oder Textilien.

Keine IR-Strahlung

Geeignet für die Beleuchtung von wärmeempfindlichen Waren (z.B. Lebensmittel).

Warmweiß

LED Retrofit Leuchtmittel sind auch vor allem für den Privatgebrauch verwendeten Warmweiß (2700 Kelvin) erhältlich. Zusätzlich bieten die Hersteller spezielle Ausführungen an, die sich bei Dimmung bis auf 2200 Kelvin Lichttemperatur senken und dabei sehr warmes Licht abgeben.

Dimmbar

Hochwertige LED Lampen sind stufenlos dimmbar (Dimmerempfehlung des Herstellers beachten).

Hohe Lichtqualität

Liefert hohen Lichtstrom und eine sehr gute Farbwiedergabe (Ra >85).

Sehr geringe Lampenersatz-
und Wechselkosten

Durch die lange Lebensdauer werden die Austausch-/Ersatzkosten erheblich gesenkt.

Frei von Quecksilber

In LEDs ist kein Quecksilber enthalten.

 

Vielfältige LED Typen

 

LED Chips unterliegen produktionstechnisch bedingten Schwankungen bei Lichtfarbe und Helligkeit unabhängig ihrer Hersteller. Seriöse Lampen-Hersteller selektieren aus der LED-Produktion die Chips so aus, dass in der Lampe stets die gleiche Lichtfarbe sowie die gleiche Helligkeit gewährleistet wird. Es ist grundsätzlich zu prüfen, ob die in der Lampe eingesetzten LED Chips selektiert sind, d.h. aus der selben Produktion stammen und exakt die gleiche Farbtemperatur aufweisen (z.B "warmweiß": 2700K). Leider ist dies nicht bei allen Herstellern gegeben und sollte daher unbedingt geprüft werden. Besonders häufig tritt dies bei sog. Billiganbietern auf; die LED-Chips können unterschiedliche Farben haben (z.B. 3000K und 3500K), so dass ein auffällig uneinheitlicher Farbeindruck entsteht (dies ist besonders ungünstig, wenn mehrere Lampen nebeneinander verbaut sind).

 

Vielfältige LED Typen

 

Weitere wissenswerte Informationen:

 

    • Farbtemperatur - was ist wirklich warmweiß?

      "Warmweiß" ist definiert als 2700K (827er) bis 3000K (830er). Häufi g werden Lampen als "warmweiß" deklariert, weisen jedoch eine Farbtemperatur von z.T. >4000K auf. Die Kelvin-Zahl sollte stets auf der Verpackung/Datenblättern angegeben sein, ist dies nicht der Fall, stellt sich in den meisten Fällen eine neutral (3.500K-4.000K) bis kaltweiße (4.000K-6.500K) Lichtfarbe heraus.  



    • Farbwiedergabe-Index (Ra-Wert)

      Dieser sollte wie auch bei Leuchtstoff- und Energiesparlampen mindestens 80 betragen, um die Farben möglichst naturgetreu wiederzugeben (827er /830er). Auch hier ist kritisches Nachfragen zu empfehlen, wenn kein Ra-Wert kommuniziert wird.  



    • Lichtausbeute - ersetzt die LED Lampe wirklich die angegebene Halogen-/Glühlampe?

      Die Leistung von LED Lampen wird häufig mit der Leistung von Glüh- oder Halogenlampen verglichen (z.B. "ersetzt 40W"). Lichtmenge und Qualität lassen sich leider oftmals anhand von Datenblättern nicht vergleichen. Hier gilt es, die cd-Angaben (Candela) anhand eines Tests zu überprüfen.  



    • Gewährleistungs-/Garantiefall - an wen wenden?

      Die großen Hersteller bieten idR. einen Reklamationsservice an, so dass z.B. Frühausfälle innerhalb einer bestimmten zeitlichen Frist kostenlos ersetzt werden können. Lampen, deren Herkunft /Hersteller nicht klar erkennbar ist, sind schwierig zu reklamieren. Viele LED Lampen stammen von sog. No Name-Anbietern aus Fernost und werden über Distributoren in den europäischen Markt gebracht; dadurch lässt sich eine Lampe nicht so einfach über die gesamte Distributionskette bei ihrem Hersteller reklamieren.  



  • Binning = richtige Auswahl der LEDs durch den Hersteller

    LED Chips unterliegen produktionstechnisch bedingten Schwankungen bei Lichtfarbe und Helligkeit unabhängig ihrer Hersteller. Seriöse Lampen-Hersteller selektieren aus der LED-Produktion die Chips so aus, dass in der Lampe stets die gleiche Lichtfarbe sowie die gleiche Helligkeit gewährleistet wird. Es ist grundsätzlich zu prüfen, ob die in der Lampe eingesetzten LED Chips selektiert sind, d.h. aus der selben Produktion stammen und exakt die gleiche Farbtemperatur aufweisen (z.B "warmweiß": 2700K). Leider ist dies nicht bei allen Herstellern gegeben und sollte daher unbedingt geprüft werden. Besonders häufig tritt dies bei sog. Billiganbietern auf; die LED-Chips können unterschiedliche Farben haben (z.B. 3000K und 3500K), so dass ein auffällig uneinheitlicher Farbeindruck entsteht (dies ist besonders ungünstig, wenn mehrere Lampen nebeneinander verbaut sind).

 

Mit freundlicher Genehmigung von Philips Lighting, Auszüge aus: LED Lampen Informationsheft / LED-Lampenportfolio.